Clubbing wird nachhaltig

Ein ausgelassener Partyabend kostet in etwa so viel Geld wie 120 Tage lang durchgehend fernsehen, 75 Mal Wäsche waschen und trocknen oder 125 Stunden staubsaugen. Und trotzdem gehen die meisten mindestens einmal am Wochenende richtig steil.

Schon alleine bei der Vorbereitung aufs Feiern muss man tief in die Tasche greifen. Duschen, Föhnen, das richtige Outfit, und dann nochmal aufhübschen – das kostet nicht nur Geld sondern auch einiges an Zeit und Energie. Endlich am Club angekommen, verlangt der Türsteher schon mindestens zehn Euro für den Stempel am Handrücken. Der Barkeeper bekommt nochmal fast die gleiche Summe für den ersten Drink im Plastikbecher und meistens bleibt es nicht bei einem Getränk. Bei der Heimfahrt muss man schon Glück haben, wenn zehn Euro für das Taxi reichen. Feiern und Ausgehen ist teuer.

Aber die größte Zeche zahlt nicht das Party-Animal, sondern die Umwelt.

Clubbing geht ins Geld.
Ein Discobesuch schlägt pro Kopf durchschnittlich mit 1,9 Kilogramm CO2 Ausstoß zu Buche. Insgesamt verursacht jeder der rund 5500 Clubs in ganz Deutschland jährlich um die 90 Tonnen CO2. Der verbrauchte Strom entspricht in etwa dem Stromverbrauch von Slowenien, oder anders gesagt deckt ein Club den Stromverbrauch von 45 Drei-Personen-Haushalten.

Aber muss man jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man von harter Arbeit, Schul- oder Uni-Stress einfach mal etwas abschalten möchte? Ist Entspannung Sünde? Nein, denn zumindest müssen wir uns nicht auf Kosten der Umwelt entspannen. Energiesparende Innovationen sind auf dem Vormarsch, wenn es um unser Vergnügen geht.

Der Energy Dancefloor:

Die Strom erzeugende Tanzfläche ist ein Beispiel dafür. Der „Energy Dancefloor“ besteht aus kleinen Platten, die bei jedem Schritt leicht nachgeben – aus der freigewordenen Energie wird Strom erzeugt, der nicht nur die Tanzfläche beleuchtet, sondern auch das DJ Pult mit Strom versorgt. Ein solcher Dance Cube inklusive Solardach vom Bundeswirtschaftsministerium tourt gerade übrigens durch Deutschland und ruft tanzwütige Musikfans zum Stromerzeugen auf.

Aber es gibt auch viele kleine Dinge, die man besser machen kann.

Zum Beispiel könnten Clubs mehr Energiesparlampen und LEDs verbauen oder auf Flaschen und Becher verzichten und stattdessen lieber Gläser ausgeben. Außerdem könnten sie mehr Geschirr aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus, Bio Kunststoff, Schokowaffeln oder Metall benutzen. Klingt doch eigentlich ganz einfach.

Nachhaltige Beats
Und nach der Party (er)spart ein frühmorgendlicher Spaziergang nach Hause nicht nur Geld und Energie, sondern auch den Kater am nächsten Tag. Also, alles nicht so schlimm. Schlechtes Gewissen aus, gute Laune und Entspannung an.

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    Felix Schmidt

    Als Praktikant im Social Media Team führt Felix unsere Follower in Snapchat- und Instagram Stories durch die neue Energiewelt. Wenn er gerade nicht vor der Kamera steht, schreibt er über Smart Cities und E-Mobility hier auf #energized oder #smartberlin. Als Neu-Berliner nimmt er zwar immer wieder den falschen U-Bahn Ausgang – in der Stadt will er aber trotzdem bleiben.

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    Wohnen nach Maß im Tiny House

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